Empirische Studien sozialer Systeme, z.B. von Staaten, Gesellschaften, Wirtschafts- und Finanzmärkten oder Versorgungs- und Kommunikationsstrukturen lassen auf eine innere Dynamik schließen, die von ihrem Wesen her auch in vielen anderen physikalischen Systemen beobachtet werden kann.
Solche physikalischen Systeme werden als komplexe Systeme bezeichnet. Obwohl einige dieser Systeme auch einen Gleichgewichtszustand haben, steht meistens die Evolution fernab von stabilen oder metastabilen Zuständen im Zentrum des Interesses.
Beispiele:
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| Mischungen, Schmelzen und Gläser mit ausgeprägten metastabilen Zuständen | Statistik und Analyse des Verkehrsflusses, geschlossene logistische Netzwerke |
| normale und anomale kollektive Diffusion, getriebene chemische Reaktionen | Statistik und Evolution der internationalen Finanzmärkte, aussagekräftige Prognosetechniken |
| Biomoleküle, biologische polymere Netzwerke und funktionale Aggregate, Lifescience | Evolution sozialökonomischer Strukturen, Verhalten von Zivilisationen in (Wahlen, Katastrophen,...) |
| Phasenübergänge und kritische Phänomene | Strukturen von Kommunikationssystemen (Internet,...) |
Es gibt offenbar einen tieferen Zusammenhang zwischen der Vorgehensweise im Rahmen der statistischen Physik und der Beschreibung der Evolution in zivilisatorischen Systemen. Solche Relationen sollen im Rahmen des SPACE-Programms (Statistical Physics and Civilisation Evolution) untersucht werden.